Kellerasseln

Die Kellerassel sieht aus wie ein Käfer. Sie ist aber kein Insekt, sondern mit den Krebstieren (Crustacea) verwandt und gehört zu den Landasseln, einer Unterordnung der Asseln (Isopoda).

Es gibt weltweit gut zehntausend bekannte Asselarten, von denen die meisten im Wasser leben.

Wie Krebse hat die Kellerassel mit Luft gefüllte Kiemen, die sich jedoch zurückentwickelt haben, während ihre Atmung sich als einzige ihrer Art zusätzlich auch für das Leben an Land weiter ausgebildet hat. Die Atmung findet nun über verzweigte Hohlräume, sogenannte Pseudotracheen (unter den ersten beiden Beinpaaren am Hinterleib), statt, über die sie das Gewebe mit Sauerstoff aus der Luft versorgen. Ihr Atmungssystem darf jedoch nicht austrocknen - darum benötigen sie Lebensräume mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Kellerasseln erreichen eine Größe von bis zu zwanzig Millimetern. Ihr Körper ist unten fast weiß, sonst grau, flach und oval, mit einem gezackten, ringförmig angeordneten und einem (braun-)grauen Panzer. Sie haben sieben Laufbeinpaare und zwölf Spaltfüße. Dies sind bei Krebstieren besonders entwickelte Beinpaare, die sich jeweils in zwei Äste aufteilen.

Der Kopf hat zwei Fühlerpaare, von denen nur eines gut sichtbar ist. Er ist fest mit dem Brustbein verbunden. An ihrer Schwanzplatte befinden sich Tastorgane.

Kellerasseln sind auf fast allen Kontinenten zu finden und haben sich demzufolge vermutlich bereits vor deren Auseinanderdriften verbreitet. Die ältesten versteinerten Funde sind fünfzig Millionen Jahre alt.

Kellerasseln halten sich meist unter Steinen, frischem Laub oder in Komposthäufen in Gärten auf. Dort tragen sie einen wertvollen Teil zur Zersetzung von Abfällen zu Kompost bei. Sie sind, wie der Name ja schon sagt, auch in feuchten Kellern sowie in Lagern, Gewächshäusern und Stallungen vertreten.

Kellerasseln sind Allesfresser, ernähren sich aber hauptsächlich von toter organischer Materie ihrer Umgebung wie Aas und abgestorbenem, feuchtem Pflanzenmaterial wie verfaultem Holz und Laub. Hin und wieder gehen sie auch an Wurzeln in Blumenkübeln, an Pflanzenkeimlinge und junge Pflanzen, wobei dann erfahrungsgemäß bereits ein Massenbefall vorliegt. Im Normalfall hat die Kellerassel aber draußen einige natürliche Fressfeinde wie Maulwürfe und Kröten.

Sie ist hauptsächlich nachtaktiv, wenn die Temperaturen fallen und die Luftfeuchtigkeit ansteigt. In feuchten Kellerräumen frisst sie lagerndes Obst und Gemüse an. Eine Kartoffel, die von ihr durch kleine Gänge zersetzt wird, hat nur ein kaum sichtbares Fraßloch von drei Millimetern Durchmesser.

Im Haus sind Kellerasseln nur selten bedenklich, zumindest übertragen sie keine Krankheiten und verursachen meist auch nur geringe Schäden. Ihr Vorkommen deutet jedoch auf ein zu feuchtes Raumklima hin, das möglichst behoben werden sollte, um in der Folge keinen Schimmelbefall zu riskieren. Eine regelmäßige Vorratskontrolle und das Aussortieren beschädigter Lebensmittel entzieht den Lästlingen die Nahrungsgrundlage. Zudem sollte immer auf ausreichende Ventilation, am besten durch Querlüften und offene Türen, geachtet und Wäsche in gefährdeten Räumen nicht zum Trocknen aufgehängt werden. Beschädigte Tapeten, Wände und Fugen sollten ausgebessert werden, um den Kellerasseln die Rückzugsmöglichkeiten zu entziehen.

Wenn Sie Kellerasseln bei sich finden, können sie sie relativ problemlos einfangen und am besten direkt auf den Kompost bringen, damit sie dort einer sinnvollen Arbeit als Humuserzeuger nachgehen können.

Droht der Kellerassel Gefahr, verfällt sie einem Igel gleich in eine zusammengerollte Starre.

Bis heute ist ihre Affinität zu Wasser auch daran zu erkennen, dass weibliche Kellerasseln erst die befruchteten Eier (im Winter ungefähr dreißig, im Sommer bis zu neunzig) und später die Larven in einer mit Flüssigkeit gefüllten Blase auf ihrer Unterseite mit sich tragen. Die Tiere schlüpfen nach gut einem Monat und bleiben noch zwei Wochen im Brutbeutel. Etwa nach hundert Tagen und vierzehn Häutungen ist der Nachwuchs geschlechtsreif, atmet aber teilweise noch über die Kiemen. Die Larven ähneln dem Aussehen der Eltern, sind aber natürlich kleiner und zunächst farblos. Auch fehlt den Sprösslingen zunächst noch ein Beinpaar, das sich erst nach einigen weiteren Häutungen bildet. Drei Monate später sind die Kellerasseln ausgewachsen und werden durchschnittlich zwei Jahre alt.

Ebenso häufig und weit verbreitet wie die Kellerassel ist die Mauerassel (Oniscus asselus), die ein ganz ähnliches Lebensumfeld hat. Sie wird etwas größer (bis zu achtzehn Millimeter lang) und ist oft dunkler. Auf ihrem Panzer hat sie helle Flecken, durch die sie sich gut von den Kellerasseln unterscheiden lässt. Zudem sind ihre ersten Fühler sehr klein, wohingegen die zweiten lang und drei- statt zweigliedrig sind.

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