Silberfischchen

Silberfischchen (Lepisma saccharina) gehören zu den Fischchen (Zygentoma), einer Ordnung der Insekten. Diese besteht bereits seit ungefähr dreihundert Millionen Jahren. Weltweit gibt es über vierhundert verschiedene Arten, die allesamt wärmeliebend sind und sich gut und gerne an menschliche Lebensbedingungen angepasst haben. Im mitteleuropäischen Raum sind fünf davon ansässig, wovon das vermutlich bekannteste Exemplar das Silberfischchen ist.

Ihren Namen erhielten die Silberfischchen durch ihre stromlinienförmige Körperform. Auch die Fortbewegungsart auf dem Boden und an Wänden sowie ihre glänzende Schuppenschicht, die sie nach der dritten Häutung entwickeln, erinnern an einen Fisch. Im Gegensatz zu den Fischen haben diese Insekten jedoch drei Beinpaare, mit denen sie sehr schnell unterwegs sind. Flügel haben sie keine. Die reine Körperlänge beträgt gut einen bis hin- und wieder zwei Zentimeter. Dazu kommen zwei lange, dünne Tastfühler am Kopf sowie drei Anhänge am Schwanzende, die berührungsempfindlich sind. Diese sind heller als der restliche Körper und dadurch nicht so gut zu erkennen. Auch ihre Schuppen, die an einen Panzer erinnern, haben die Funktion von Sinnesorganen, mit denen sie auf Berührung reagieren und Temperatur- und Luftverhältnisse wahrnehmen können.

Silberfischchen sind lichtscheu und nachtaktiv. Um sich optimal fortpflanzen zu können, sind ein reiches Nahrungsangebot, zwanzig bis dreißig Grad Celsius Raumtemperatur und achtzig bis neunzig Prozent Luftfeuchtigkeit ideal. Daher sind die Tiere zumeist im Bad und/oder in der Toilette, in der Küche oder in Waschräumen zu finden, wo sie sich tagsüber in Spalten, hinter oder unter Fliesen, Fugen, Leisten und Tapeten oder unter dem Kühlschrank verstecken können.

So lange sie nur stellenweise auftreten, besteht kein Grund zur Sorge, zumal sie keine Krankheiten übertragen. Bei stärkerem Befall sind sie ein Indiz für ein zu feuchtes Raumklima und Schimmelbefall. Die Silberfischchen ernähren sich unter vielem anderem von dessen Pilz und von Hausstaubmilben und könnten in diesem Fall sogar als Nützlinge bezeichnet werden. Sie ernähren sich auch gerne von Zucker- und Stärkehaltigem oder Stärkeabbauprodukten (Dextrine), was ihren wissenschaftlichen Namen "Zuckergast" erklärt. So finden sie auch in mit Klebstoffen versehenen Dingen wie zum Beispiel Bucheinbänden oder Fotos ihre Nahrung, zudem in Haushaltszucker, Hautschuppen und Haaren, in verschiedenen Textilien und Lederwaren, ebenso in toten Insekten oder in der eigenen abgestreiften Haut. Sogar Cellulose in Papier und Baumwolle können sie verdauen. Mit ihren Mundwerkzeugen schaben und knabbern sie an allem, was sich ihnen bietet und können dadurch einigen Schaden anrichten. Im Notfall sind sie aber auch in der Lage, mehrere Monate ohne Nahrung zu überleben.

Um eine Vermehrung zu unterbinden, sollten beschädigte Stellen und somit potenzielle Schlupfwinkel zügig verschlossen werden. Hängen Sie, wenn möglich, die Wäsche zum Trocknen ins Freie, damit sich in der Wohnung keine Feuchtigkeit bildet. Bäder ohne Fenster bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit - lassen Sie die Tür möglichst oft geöffnet und lassen Sie gebrauchte Handtücher andernorts trocknen. Zudem sollte die komplette Wohnung täglich mehrmals gut durchgelüftet werden - am wirkungsvollsten ist das sogenannte Querlüften. Auch sollte kein Tierfutter oder Essensreste über Nacht zugänglich sein.

Silberfischchen pflanzen sich im Dunkeln fort und folgen dabei einem Ritual. Das Männchen legt nach einem kurzen "Tanz" seine Spermienbeutel am Boden ab, das es mit gesponnenen Fäden befestigt. Anschließend lotst es das Weibchen in deren Nähe, das dann unter ihnen hindurchgleitet und die Spermien aufnimmt, woraufhin die Befruchtung stattfindet.

In der Fortpflanzungsphase legen die Weibchen bei guten Bedingungen zwischen zwanzig und hundertfünfzig bräunliche Eier in dunklen Spalten ab. Dabei benötigen diese zur Entwicklung eine Temperatur von mindestens fünfundzwanzig und maximal dreißig Grad. Eine Metamorphose wird nicht durchlaufen. Je nach Umgebungstemperatur dauert es vier Monate bis drei Jahre, bis die Jungtiere geschlechtsreif werden. Pro Jahr häuten sie sich ungefähr vier Mal. Im Durchschnitt werden sie beachtliche fünf bis acht Jahre alt.

Natürliche Fressfeinde der Silberfischchen sind Spinnen und Ohrwürmer.

Falls eine Silberfischchen-Population überhand nimmt oder an Stellen auftritt, wo sie nicht geduldet werden kann, beraten wir Sie als Kammerjäger gerne zur Bekämpfung und sorgen für schnelle und praisfaire Beseitigung des Schädlingproblems.

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